Ursula G.T. Müller

Die Wahrheit über die lila Latzhosen

Höhen und Tiefen in 15 Jahren Frauenbewegung

Cover Die Wahrheit über die lila Latzhosen

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Buchreihe: edition psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

390 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im März 2004

ISBN-13: 978-3-8980-6259-6, Bestell-Nr.: 259

Von den sozialistischen Anfängen über eine feministische Sub-/Gegenkultur bis zu Frauenprojekten reicht der Wandel der bundesrepublikanischen Frauenbewegung – hier am Beispiel Gießen beschrieben. Autobiografisch, mit Lokalkolorit, über allgemeine Themen und theoretische Überlegungen schildert die Autorin u. a. tobende Gruppendynamik, den Lesben-Hetero-Streit und politische Auseinandersetzungen vor dem Hintergrund sexueller Befreiung, liberaler Reformen und ungebrochenem männlichen Chauvinismus. Quellen zeichnen ein deutlich anderes als das derzeit verbreitete Bild engagierter Feministinnen, für die damals Kampfgeist und Erotik zusammen gehörten. Die Autorin geht von einem Emanzipationsziel aus, das mit gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen einhergeht und nicht in der Bewältigung von Kind und Karriere gipfelt. Bei der Bilanz wird klar, welche Forderungen noch unerfüllt sind.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt


Anläufe, Aufregungen, Auslöser – Die Frauengruppe im Entstehen

1. Der Durchlauferhitzer
2. Gruppe H – Frauen
3. Klotzige Fakten
4. The Women’s Film
5. »Drum links zwei, drei, drum links zwei, drei, ...«


Themen, Thesen, Temperamente – Frauengruppen in Aktion
1. »Gemeinsam sind wir stark!«
2. »Nobody knows the trouble I have seen ...«
3. Emotional – rational
4. Der Lesben-Hetero-Streit
5. Mann o Mann
6. Themen aus dem ersten Jahr
7. Kreativität und feministischer Anspruch
8. Die Sexwelle – (repressive) Entsublimierung
9. Handarbeit und anderes weniger Penetrantes
10. Die Bestseller
11. Empfängnis- und Zeugungsverhütung
12. Von Muscheln, Feigen und Venusspiegeln
13. Blutige Geschäfte
14. Zwischenbilanzen und strategische Fragen
15. Mit den Waffen einer Frau
16. »Those were the days, my friend, we thought they’d never end ...«
17. Feministinnen machen Kleider, machen Mode
18. Die Wahrheit über die lila Latzhosen
19. Frauenkultur – Subkultur – Gegenkultur
20. Lesbianismus – die Praxis? Lesbianismus in der Praxis
21. Chauvis in der Wissenschaft
22. Sommer, Sonne, Uni-Zeit
23. Alma Mater und andere nährende »Mütter«
24. Vom Einzug und Auszug der Frauenforschung in Gießen
25. Neues: Mütterlichkeit, Weiblichkeit, Innerlichkeit
26. Freud und Leid der psychoanalytischen Theorie und therapeutischen Praxis
27. Fische ohne Fahrrad
28. Die »emanzipierte« Frau – der Anfang vom Ende?
29. Frauenfreundliche Kultur – mit Einschränkungen
30. Antifeminismus heute
31. Gleichheit – Differenz, eine unendliche Geschichte?


Mut, Maulhelden, Mitgefühl – Frauen und Frauenprojekte gegen Männergewalt
1. Die Eroberinnen
2. Geil, Gailer, prüde
3. »... nur wegen einer versalzenen Suppe« oder die strukturelle Gewalt gegen Frauen
4. Der ungleiche Kampf der Geschlechter
5. Gülüzar
6. Von der Opferhilfe zum Opferfeminismus?
7. Eine Würdigung


Bewegung, Bewerbung, Berufung? – Feministinnen auf dem Weg ins »wirkliche Leben«
1. Feminismus und Beruf
2. Feminismus als Beruf?


Zerrbilder, Zielerreichungen, Zukunftswünsche – Die Frauenbewegung im Rück-und Ausblick
Schlafende Frauen

Rezensionen

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Broschüre der Österreichischen HochschülerInnenschaft: »Achter März 2011. Frauen. Mädchen. Lesben. Kampftag.«

Rezension von Judith Goetz

»Die selbstreflektiven Betrachtungen bieten folglich nicht nur einen guten Einblick in Frauenbewegungsgeschichte, das Erstlingswerk der Autorin mit ebenfalls sehr bewegter Geschichte (Mathematikerin in den USA, Frauenbeauftragte, Staatssekretärin) liefert darüber hinaus gute Unterhaltung und das nicht nur für jene, die sich zurück erinnern können…« [mehr]

Stichwort Newsletter 20/2005

Rezension von Margit Hauser

»Sehr gut gelingt der Autorin m. F. die Verknüpfung von persönlicher Perspektive und historischem Bericht, der durch die Zitate aus Flugblättern, Zeitschriften und Protokollen abgesichert wird. Stets bleibt die Subjektivität des Berichts klar und können dennoch die Fakten nachvollzogen werden und mit Gewinn für das Wissen über die Neue (westdeutsche) Frauenbewegung gelesen werden…« [mehr]