Raoul Schindler

Das lebendige Gefüge der Gruppe

Ausgewählte Schriften

Cover Das lebendige Gefüge der Gruppe

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Buchreihe: Forum Psychosozial

Verlag: Psychosozial-Verlag

370 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im November 2016

ISBN-13: 978-3-8379-2514-2, Bestell-Nr.: 2514

Wer heute nach Originaltexten zu Raoul Schindlers Rangdynamik sucht, wird kaum fündig, obwohl das Modell in der Forschungsliteratur häufig zitiert wird. Die HerausgeberInnen veröffentlichen erstmalig eine Auswahl von Texten Schindlers, die sie um eine Darstellung seiner Person und seines Wirkens sowie um eine Einbettung in den historischen Kontext der Gruppendynamik in Österreich ergänzen. So wird die Theorie der Rangdynamik in ihrer Differenziertheit nachvollziehbar und die LeserInnen werden zur Weiterentwicklung des Modells eingeladen.

Schindler ist sowohl im Feld der Psychiatrie als auch der Gruppendynamik und -therapie international bekannt. Mit seiner Theorie der Rangdynamik ermöglichte er die dynamische Positionierung von Gruppenmitgliedern sowie die Aufdeckung kritischer Störfaktoren, die das Lebendig-Dynamische in Gruppen behindern und zu Ausgrenzung und Erstarrung führen. Die Erkenntnis, dass Gruppen auch negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von Individuen haben und gesellschaftliche Prozesse beeinflussen, zeigt, wie unerlässlich eine entwicklungsfördernde Interventionspraxis für GruppenleiterInnen ist.

Inhaltsverzeichnis

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Zur Orientierung

I. Zur Person und ihrem Wirken im historischen Kontext

I.1 Raoul Schindler: Eine Biografie

I.2 Entwicklung der Gruppendynamik in Österreich: Schindler im Feld

I.3 Im Zentrum die Gruppe

II. Originaltexte

II.1 Auftrag und Orientierung: Bifokale Familientherapie (1952–1956)

Bifokale Gruppentherapie bei Schizophrenen

Übertragungsbildung und Übertragungsführung in der Psychotherapie mit Schizophrenen

Die Psychohygienische Aufgabe im Heimkehrerproblem

J.L. Moreno durchbricht einen depressiven Stupor

II.2 Vernetzung und Experiment: Rangdynamik (1957–1963)

Grundprinzipien der Psychodynamik in der Gruppe

Soziodynamik der Krankenstation

Der soziodynamische Aspekt in der »Bifokalen Gruppentherapie«

Sinn, Zweck und Aufbau des ÖAGG

Das psychodynamische Problem beim sogenannten schizophrenen Defekt

Der Gruppentherapeut und seine Position in der Gruppe

Personalisation der Gruppe

II.3 Reform und Gesellschaft: Omega (1966–1978)

Familientherapie in offener Gruppe im Rahmen einer Angehörigenberatungsstelle

Erfahrungen mit einem Hausparlament im psychiatrischen Krankenhaus

Was lehrt uns die Gruppenerfahrung für das Verständnis der Psychodynamik bei schizophrenen Psychosen?

Das Verhältnis von Soziometrie und Rangordnungsdynamik

»Pars pro Toto« als Funktion in Gruppendynamischer Sicht

Krise der Gruppe: Beratung durch die Gruppe

Störungen der Selbstfindung in der Gruppe: Behinderungen und Widerstände

Gruppenpsychotherapie an psychiatrisch-klinischen Stationen oder vom Kurhaus zur Gegenfamilie

II.4 Soziale Vision und Institutionalisierung: Macht (1986–1993) 259

Macht in der Organisation psychoanalytischen Wissens

Wandel des Gruppenverständnisses anhand 20 Jahre Internationale Trainingsseminare in Alpbach

Zur Optimierung des Chaos

Wie viel Krankheit braucht die Psychotherapie?

Interventionen in kritischen Situationen

II.5 Lehren und Weitergeben: Vermächtnis (2002–2008)

Dynamische Gruppenpsychotherapie im Prozess der Psychiatriereform
Ein Gespräch von Bernhard Dolleschka mit Raoul Schindler

Die Wurzeln der Psychiatriereform
Ein Gespräch von Peter Pawlowsky mit Raoul Schindler, dem Gründer von pro mente

»Mit dem Omega sind wir ja auch heut/' zutage noch nicht gut beisammen!«

III. Anhang

Glossar zur Theorie der Rangdynamik

Lebenslauf

Werkverzeichnis

Herausgeber_innen

Rezensionen

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Newsletter des TLP (Tiroler Landesverband für Psychotherapie)

Rezension von Joachim Nagele

»Womit zu lesen beginnen in diesem umfangreichen Werk über Raoul Schindler und seinen Texten? Fangen wir doch mit dem dritten Teil des Buches an: Ein Glossar zur Theorie der Rangdynamik – eine sehr gute Möglichkeit, sich mit den wichtigsten, von Raoul Schindler verwendeten Begriffen vertraut zu machen…« [mehr]

www.medpsych.at

Rezension von Volkmar Ellmauthaler

»Schwankte ich beim ersten Bericht über das Vorhaben zwischen Respekt und einem Gefühl möglicher Fixierung – hatte Raoul Schindler doch nie ein ganzes Buch veröffentlichen wollen und die freie Text- und Themenwahl genossen –, so wich diese Sorge schlichter Begeisterung, als mir das Buch tatsächlich vorlag…« [mehr]