E. James Lieberman

Otto Rank

Leben und Werk

Cover Otto Rank

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Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

636 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

2. Aufl. 2014

Erschienen im Mai 2014

ISBN-13: 978-3-8379-2362-9, Bestell-Nr.: 2362

Aus dem Amerikanischen von Anni Pott

»Lieberman ist es glänzend gelungen, die Evolution von Ranks Gedanken in Verbindung mit seinem Leben und dem Milieu, in dem er sich bewegte, klar aufzuzeigen – was keine leichte Aufgabe ist. Denn Ranks Ideen waren so tiefgreifend, so unbeschreiblich, seiner Zeit so weit voraus.«
Michael Vincent Miller, New York Times Book Review

Otto Rank war in den Anfängen der Psychoanalyse der erste, der die Bedeutung der Mutterbeziehung für die analytische Situation und die Entstehung der Neurosen in ihrer vollen Tragweite erkannte und sie in ihrer theoretischen Dimension als Objektbeziehungspsychologie und in ihrer klinischen Anwendung formulierte.

In seiner grundlegenden Biografie über Otto Rank zeigt James Lieberman Ranks Verdienst als einer der großen analytischen Pioniere des 20. Jahrhunderts auf, der nicht nur Psychologen, Psychiater und andere Praktiker beeinflusste, sondern auch Künstler und Schriftsteller wie Anaïs Nin, Henry Miller, Paul Goodman und Max Lerner. Dabei unterschlägt der Autor auch die lange ablehnende Rezeption Ranks nicht. Dem Leser wird anschaulich dargelegt, welche Chancen eine Neuentdeckung Ranks für die heutige Psychoanalyse, die humanistische Psychotherapie und die Kulturwissenschaften bietet.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Vorwort zur deutschen Ausgabe von Bertram Müller
Neues Vorwort (für die deutsche Ausgabe aktualisiert)
Vorwort (zur Originalausgabe 1984)
Danksagung

Einleitung: Jenseits der Freudschen Psychologie
Vater, Mutter und Sohn: Der Ödipus-Mythos
Geschichte einer Verleumdung
Ranks Revival
Rank: persönlich und beruflich
An der Grenze

1. Ein jugendliches Tagebuch
Vorbilder und Mentoren
Das Wien Ranks und Weiningers
Die Kunst und der Künstler

2. Selbstgeschaffene Seele
Die Entdeckung Freuds
Nietzsche: Bewußtsein, Wille und Tod
Liebe, Kunst und Träume
Der Seelentaucher
Begegnung mit Freud

3. Sigmund Freud
Die Suche nach einem Durchbruch
Freunde und Rivalen
Rank deutet Freud
Das Ende von Freuds Isolation
Freud und seine Widersprüche

4. Die „Kleine Vereinigung“
Der Sekretär
Das Inzest-Motiv
Psychoanalytische „Gruppendynamik“
Rank und der Künstler
Libido und Trieb
Jung besucht Wien
Rank und der Held

5. Die psychoanalytische Bewegung
Die Anfänge der psychoanalytischen Politik
Freud und seine Quellen
Der Salzburger Kongreß
Wachsende Schmerzen: Freud und Jung
Die Rahmenbedingungen in Wien
Wachsende Schmerzen und Freuden: Otto Rank
Erster Besuch in Amerika
Zurück in Wien: Die Saat der Rankschen Psychologie
Aufruhr: Jung als Präsident
Veränderungen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung
Adler: Ein ausgestoßener Dissident
Ranks enge Gratwanderung

6. Krieg und Heirat
Die Rank-Jones-Rivalität
Rank als Doktorand
Die Spaltung mit Jung
Freuds Geheimes Komitee
Vor dem Krieg
Rank und Freud während des Krieges
Gründung einer Familie

7. Das Komitee
Kunst, Wissenschaft und Religion – aus Freuds Sicht
Die sieben Ringe
Der Verlag und andere Angelegenheiten
„Aktive“ Therapie und neue Spannungen innerhalb des Ringes
Am Siedepunkt
Freuds Krankheit

8. Aktive Therapie und „Das Trauma der Geburt“
„Perversion und Neurose“
Das Trauma der Geburt
David und Goliath: Freuds Traum von Rank
Beziehungstherapie: „Entwicklungsziele der Psychoanalyse“
Das Komitee fällt auseinander
Freud und Rank: gespannte Beziehungen
Otto Ranks Geburtstrauma

9. Der Bruch mit Freud
Rank als Vortragsredner
Rank als Theoretiker und Therapeut
Freud und Rank: Die Wege trennen sich
Ambivalenz
Der Abschied

10. Unabhängigkeit
Rank über Freud über Rank
Rank: wie Patienten ihn sahen
Rank, der Virtuose
Der Neurotiker als Künstler
Rank, der Paria

11. Die Lebenskunst
Höhen und Tiefen
Ein Leben schaffen
Sich selbst finden
Krise
„Kunst und Künstler“
Innere und äußere Wetterverhältnisse
Vater und Sohn: Wechselseitige Analyse
Die Freudsche Diaspora

12. Anais Nin
Rank, der Improvisator
Nin über Rank: „Er ist unerschöpflich“
Das Sommer-Institut
In New York
Der Künstler und die Muse

13. Der Wille
Willenstherapie
Amerika: Letztes Zuhause
Gute Arbeit, schlechte Rezensionen
Rank als Professor
Das Älterwerden
Ein englischer Bewunderer
Sein letztes Jahr

14. Epilog
Nachrufe
Nachspiel
Rank und die Geschichte der Ideen
Rank heute

Anhang
Veröffentlichungsgenehmigungen
Abbildungsverzeichnis
Rank-Genealogie
Freud-Familie 1905
Stadtplan – Das Wien von Freud und Rank
Psychoanalytische Kongresse und Zeitschriften zu Zeiten Ranks

Anmerkungen
Bibliographie
Register

Rezensionen

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www.socialnet.de

Rezension von Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens

»Das vorliegende Buch empfiehlt sich allen zur Lektüre, die an Psychotherapie und ihrer Geschichte interessiert sind. In Bibliotheken hochschulischer Ausbildungsstätten in Klinischer Psychologie, Klinischer Sozialarbeit und Sozialer Arbeit sollte es nicht fehlen…« [mehr]