Mathias Hirsch

Töten, opfern, sich-selbst-töten, sich-selbst-opfern (PDF-E-Book)

Freie Assoziation 2003, 6(3), 35-55

Cover Töten, opfern, sich-selbst-töten, sich-selbst-opfern (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

21 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im November 2003

Bestell-Nr.: 21013

Zum Menschen als Kulturwesen gehört die Fähigkeit, Angehörige der eigenen Art und sich selbst zu töten, die ihn neben vielen anderen Eigenschaften von den natur-, also instinktgebundenen Lebewesen unterscheidet. Deshalb existiert in allen Kulturen ein basales Tötungsverbot (genauso wie das Inzestverbot), Aggressions- und insbesondere Racheimpulse sollen durch religiöse und weltliche Gesetze begrenzt werden; gleichwohl töten sich Menschen täglich. Es werden hier Bedingungen untersucht, unter denen es möglich oder »erlaubt« ist zu töten, die das Basisgesetz also aufheben: Vorstellungen von Ehre, Definitionen von Krieg, Verführung von Massen durch narzisstische Führer, Ausgrenzung »Fremder« im Rassismus, Opfertod, Selbstopferung und Suizid sind Beispiele. Was Freud als Todestrieb bezeichnet hat, kann man als Deformation ursprünglich zur Naturbewältigung notwendiger Aggression verstehen, die gegen die natürliche Umgebung, gegen Mitmenschen und das eigene Selbst gerichtet wird.

Abstract:
One phenomenon separating the human being from the nature-bound and instinct-controlled creature is the capacity to kill members of his own species as well as himself. For that reason, there exists a basic prohibition against killing one’s own (as there is one against committing incest, i.e. the incest taboo). Religious and profane laws are designed to limit impulses of aggression and, particularly, revenge; nevertheless human beings kill themselves every day. This paper explores the conditions under which it is possible or »permitted« to kill. Examples are conceptions of honor, conditions of war, the seduction of masses by narcissistic leaders, the exclusion of strangers by racism, sacrifice as a religious practice, self-sacrifice and suicide. What Freud termed »Todestrieb« (death instinct) can be understood as deformation of an aggression originally required to master the natural forces directed against the environment, against fellow creatures as well as the self.