Markus Dederich, Heinrich Greving, Christian Mürner, Peter Rödler (Hg.)

Heilpädagogik als Kulturwissenschaft

Menschen zwischen Medizin und Ökonomie

Cover Heilpädagogik als Kulturwissenschaft

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Buchreihe: Therapie & Beratung

Verlag: Psychosozial-Verlag

282 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im November 2009

ISBN-13: 978-3-8379-2054-3, Bestell-Nr.: 2054

Der Band diskutiert zwei der größten gegenwärtigen Herausforderungen für beeinträchtigte und benachteiligte Menschen. Die Grundthese der Autoren lautet, dass bestimmte Aspekte der Medizin und Ökonomie ein inklusives Menschenbild infrage stellen.

Heilpädagogik untersucht, wie die sich wandelnde Gesellschaft institutionalisierte Umgangsformen mit »Behinderung« hervorbringt. Im Bereich der Medizin bilden lebenswissenschaftliche Forschungen und biomedizinische Therapien eine besondere Herausforderung. Im Gesundheits- und Bildungsbereich sehen sich die dort Tätigen heute gezwungen, funktionell allein nach wirtschaftlichen Kriterien zu arbeiten. Diese Medizinisierung und Ökonomisierung der Kultur ist deshalb unter der Perspektive der Teilhabe genau zu betrachten. Damit ist im Kern benannt, warum die Autoren Heilpädagogik als Kulturwissenschaft profilieren.

Mit Beiträgen von Maximilian P. Buchka, Markus Dederich, Klaus Dörner, Jan Gerdts, Heinrich Greving, Dieter Gröschke, Rainer Hohlfeld, Wolfgang Jantzen, Emil E. Kobi, Willehad Lanwer, Andreas Möckel, Christian Mürner, Peter Rödler, Hans-Uwe Rösner, Sabine Schäper, Patrizia Tolle und Jan Weisser

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Vorwort der Herausgeber
Markus Dederich, Heinrich Greving, Christian Mürner, Peter Rödler

I. Ökonomisierung

Dieter Gröschke
Homo oeconomicus und Co.
Die Ökonomisierung des Menschenbildes in der Spätmoderne

Heinrich Greving
Heilpädagogische Organisationen als (in-)stabile Größen

Sabine Schäper
Ökonomisierung in der Behindertenhilfe - gesellschaftlich-kultureller Mythos?

Patrizia Tolle
Ökonomisierungsprozesse und Auswirkungen auf die soziale Dimension der Pflege

Klaus Dörner
Chancen der Ökonomisierung

Interview: Markus Dederich

II. Medizinisierung

Markus Dederich
Der Mensch als Projekt
Über die Verbesserung des Menschen und die neuen Anthropotechniken

Jan Gerdts
Ökonomische Bedingungen von Entscheidungen im Kontext der pränatalen Diagnostik

Rainer Hohlfeld
Das Denken ist frei. Plädoyer für einen hybriden Zugangsweg zum Erkennen
Die Notwendigkeit der Revision eines Erklärungsmodells
für die Humanwissenschaften

Wolfgang Jantzen
In welcher Weise können und sollen die Neurowissenschaften für die Entwicklung der Pädagogik Bedeutung haben?

Willehad Lanwer
Zur Bedeutung und Funktion von Therapie im (heil-)pädagogischen Handeln

Maximilian Buchka
Alter, Bildung und Kultur

III. Heilpädagogik als Kulturwissenschaft

Andreas Möckel
Historischer Rückblick
Die Heilpädagogik im Dienste von Medizin und Ökonomie

Hans-Uwe Rösner
Gerechtigkeit im Zeichen von Abhängigkeit und Differenz
Über die normativen Grundlagen der Heilpädagogik als Kulturwissenschaft

Peter Rödler
Körper und Sprache in Kultur und Behindertenpädagogik

Christian Mürner
Narrative Heilpädagogik
Der kulturwissenschaftliche Stellenwert von erzählenden Textteilen

Jan Weisser
Grenzen und Entgrenzungen in der Sonderpädagogik - neue Strategien der Wissensbildung

Emil E. Kobi
Über die Heilpädagogik hinaus
Anfragen an eine sich wandelnde Profession

Autorinnen- und Autorenangaben

Rezensionen

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Teilhabe 1/2011 (Zeitschrift der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.)

Rezension von Oliver Musenberg

»Die durchweg anspruchsvollen und lesenswerten Beiträge dieses gelungenen und empfehlenswerten Sammelbandes entsprechen dem im Vorwort formulierten Anspruch, dass ein nachhaltiges Wirken für die Teilhabe von behinderten Menschen das Engagement für eine Kultur erfordere…« [mehr]

Sonderpädagogische Förderung heute: »Kommunikation fördern und unterstützen«, 55. Jahrgang, 4/10

Rezension von Sabine Meise

»Mit reichlich Foucault und etwas Marx im Gepäck behalten die Autoren jedoch Macht und Herrschaftsstrukturen – unter anderem bei individual-eugenischen Tendenzen – sowie aktuelle neoliberale Prozesse der ›(Selbst-)Entwertung des Menschen‹ fest im Blick…« [mehr]

VHN – Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete 1/2011

Rezension von Barbara Jeltsch-Schudel

»Insgesamt ist der Band sehr anregend und empfehlenswert…« [mehr]

HEP Informationen. Bundesverband Heilerziehungspflege in Deutschland e.V. 33 (1), 2010

»Der Band diskutiert zwei der größten gegenwärtigen Herausforderungen für beeinträchtigte und benachteiligte Menschen. Die Grundthese der Autoren lautet, dass bestimmte Aspekte der Medizin und Ökonomie ein inklusives Menschenbild infrage stellen…« [mehr]

Lebenshilfe Österreich/Bibliotheks-Nachrichten

»Heilpädagogik untersucht, wie die sich wandelnde Gesellschaft institutionalisierte Umgangsformen mit ›Behinderung‹ hervorbringt…« [mehr]

Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik

Rezension von Andri Janett

»Der Band diskutiert zwei der größten gegenwärtigen Herausforderungen für beeinträchtigte und benachteiligte Menschen…« [mehr]

www.uni-online.de

Rezension von Johannes Rieger

»Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Sammelband einen profunden Einblick in eine bedeutsame Thematik liefert und somit nach meinem Dafürhalten auch zur Prüfungsvorbereitung im Studium genutzt werden kann…« [mehr]

www.uni-online.de

Rezension von Melanie Koch

»Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass das Buch sehr aktuell ist. So wird an einigen Stellen auf die Weltwirtschaftskrise im Herbst 2008 hingewiesen…« [mehr]

www.uni-online.de

Rezension von Katalin Karolyi

»Dadurch ist diese Lektüre sehr abwechslungsreich und stellt die Situation auch für fachfremde in ausreichender Fülle dar…« [mehr]

www.uni-online.de

Rezension von Anna Kaupp

»Ich finde das Buch insgesamt sehr gut geeignet für Studenten oder auch Personen, die sich einfach mit dem Thema beschäftigen wollen…« [mehr]

www.amazon.de

Rezension von Christian Döring

»Dieses Buch gibt äußerst interessante, oft der breiten Öffentlichkeit nicht bekannte Fakten weiter und fördert hoffentlich nicht nur das Nachdenken über beeinträchtigte und alte Menschen in unserer Gesellschaft…« [mehr]