Eva-Marie Kessler

Altersbilder im psychotherapeutischen Geschehen (PDF-E-Book)

Psychotherapie im Alter 2013, 10(2), 241-254

Cover Altersbilder im psychotherapeutischen Geschehen (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

14 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Juni 2013

Bestell-Nr.: 20364

Es gibt eine umfassende Literatur zu Inhalten von individuellen Altersbildern, ihrer lebensgeschichtlichen Entstehung sowie ihrer Wirkung auf Erleben, Verhalten und Entwicklungsprozesse. Der vorliegende Artikel reflektiert diese Literatur vor dem Hintergrund des psychotherapeutischen Geschehens. Danach ähneln sich Patient/inn/en und Psychotherapeut/inn/en darin, dass sie seit ihrer Kindheit mit ähnlichen kollektiven Deutungsmustern des Alter(n)s konfrontiert worden sind und diese internalisiert haben. Gleichzeitig sind ihre Repräsentationen des Alter(n)s auch hochindividuelle Produkte biografischer Erfahrungen über die Lebensspanne sowie aktueller objektiver und subjektiver Lebenslagen. Altersbilder (negative wie positive) stellen im psychotherapeutischen Geschehen wahrscheinlich einen eigenständigen, bedeutsamen und potenziell problematischen Einflussfaktor dar – etwa in Bezug auf die Wahrnehmung, Erfassung und Bewertung psychischer Symptome, die Therapieerfolgserwartung, die Gestaltung der therapeutischen Beziehung und des Arbeitsbündnisses oder die Auswahl, Anwendung und Effektivität therapeutischer Methoden. Ein Forschungsprogramm zur empirischen Überprüfung dieser Annahmen wäre dringend notwendig.

Abstract:
There is a large amount of research on what constitutes aging stereotypes, how they originate and develop during one’s life span and how they influence individual functioning and development. The aim of this paper is to reflect on this evidence considering the psychotherapeutic process. Beginning at childhood both psychotherapists and patients have adopted and internalized socially shared attitudes and beliefs concerning older people and the aging process. Individuals’ aging stereotypes also represent highly individualized products incorporating biographical experiences as well as individual objective and subjective resources and circumstances. In this paper it is argued that aging stereotypes (both negative and positive) may significantly affect the psychotherapeutic process in a problematic manner – pertaining to the detection and evaluation of psychic symptoms, the formation of the therapeutic alliance, therapeutic goal setting and expectations as well as the selection and application of therapeutic methods. A research program is necessary in order to empirically investigate these assumptions.