Ulrich Tiber Egle, Peter Joraschky, Manfred Cierpka, Astrid Lampe, Inge Seiffge-Krenke (Hg.)

Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung

Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Stresserfahrungen

Cover Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung

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Verlag: Schattauer

Erschienen im September 2015

ISBN-13: 978-3-7945-2921-6, Bestell-Nr.: 106321

Klappentext (Schattauer):

Frühkindliche Traumatisierungen und Stresserfahrungen und ihre Folgen. Sexueller Missbrauch und körperliche Misshandlungen führen bei Kindern fast immer zu Traumatisierungen und haben weitreichende Folgen für die Entwicklung psychischer wie auch körperlicher Erkrankungen im Erwachsenenalter. Doch auch gehäufte Stresserfahrungen wie Vernachlässigung und massive verbale Angriffe können zu anhaltenden psychischen Problemen führen und dürfen in ihrer schädlichen Wirkung nicht unterschätzt werden. In der von Instrumentalisierung, Bagatellisierung und Politisierung geprägten Diskussion folgt das Buch dem nüchternen Pfad der Erkenntnis. Es leistet eine sachliche Bestandsaufnahme, was heute über die Rolle dieser Faktoren für die Entstehung späterer Krankheiten bekannt und gesichert ist. Differenziert stellen die Autoren Krankheitsbilder sowie die wissenschaftlich fundierten Möglichkeiten der Therapie, Prävention und Begutachtung schwer traumatisierter Patienten sowie der Täter selbst dar - aus psychosomatischer, psychiatrischer und schulenübergreifend psychotherapeutischer Sicht. Die zahlreichen anschaulichen Fallbeispiele lassen ein praxisorientiertes Handbuch entstehen. Das etablierte, international anerkannte Standardwerk wurde in der vierten Auflage von einer neu zusammengesetzten Herausgebergruppe komplett überarbeitet und aktualisiert. Insbesondere die Kapitel zur Therapie und zur Prävention profitieren von zahlreichen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und konnten entsprechend erweitert werden. In mehreren neuen Beiträgen wird vor allem auf die unmittelbaren Auswirkungen von Misshandlung und Gewalt im Kindes- und Jugendalter und entsprechende Ansätze in Diagnostik und Therapie eingegangen. KEYWORDS: Misshandlung, Kindesmisshandlung, frühes Trauma, frühkindliche Traumatisierung, sexueller Missbrauch, Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, Stresserfahrung, Stressprävention, Vernachlässigung, Psychobiologie, Kindesentwicklung, Gewalterfahrungen, Kindheitsbelastungen, Ursachen psychischer Störungen, Ursachen psychosomatischer Störungen, Traumatherapie, Prävention, Gutachten, Begutachtung

Autoren-Informationen:

Prof. Dr. med. Ulrich Tiber Egle, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Fachklinik Kinzigtal in Gengenbach und der 2011 neu eröffneten Celenus Fachklinik Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Psychosomatische Schmerztherapie, Somatisierung/Fibromyalgie, Psychotherapieforschung, Langzeitfolgen früher Stresserfahrungen. Prof. Dr. med. Peter Joraschky, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Nervenarzt, Psychoanalytiker. Seit 1998 Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden. Forschungsschwerpunkte: Psychotherapieforschung, Körperbild, Familieninteraktion, Traumatherapie. Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Astrid Lampe, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutin, stellvertretende Direktorin an der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie, Innsbruck Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke, nach Professuren in Gießen, Berlin und Bonn von 1997-2013 Leiterin der Abteilung Entwicklungspsychologie des Psychologischen Instituts an der Universität Mainz. Psychoanalytikerin (DPV/IPV), Sprecherin der Konfliktachse der OPD-KJ; als Supervisorin in der Ausbildung von Kinder- Jugendlichen- und Erwachsenentherapeuten tätig. Forschungsgebiete: Stress und Coping, Beziehungsentwicklung, Vaterforschung, Identität. Prof. Dr. med. Manfred Cierpka, Arzt für Psychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Familientherapeut. Seit 1998 Ärztlicher Direktor des Instituts für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg; Wissenschaftlicher Leiter der Lindauer Psychotherapiewochen. Forschungsschwerpunkte: Psychotherapieforschung, Familientherapie und Familienmedizin mit Fokus auf Prävention.

Schlagworte:

Frauenarzt; Frauenheilkunde; Fürsorge; Gynäkologe ( Gynäkologie ); Gynäkologie - Gynäkologe; Kind / Missbrauch; Kinderarzt; Kinderheilkunde; Kindesmissbrauch; Kindesmisshandlung ( Misshandlung ); Klinische Psychologie; Medizin / Spezialgebiete; Missbrauch; Misshandlung - Kindesmisshandlung; Pädiatrie; Psychiater ( Psychiatrie ); Psychiatrie - Psychiater; Psychologie / Klinische Psychologie; Sex; Sexualität; Sexualität / Missbrauch; Sexueller Missbrauch; Sozialeinrichtung; Trauma (psychologisch)

Inhaltsverzeichnis

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AUS DEM INHALT: Grundlagen - Pathogene und protektive Entwicklungsfaktoren - Psychobiologische Folgen - Bildgebung - Resilienz - Langzeitfolgen von Trennung und Scheidung. Diagnostische Aspekte. Unmittelbare Folgen für Kinder und Jugendliche - Diagnostisches Vorgehen bei Missbrauch und Misshandlung - Kinder und Jugendliche als Täter und Opfer - Spezifische Risiken und Herausforderungen in Familien mit Migrationshintergrund - Stationäre Psychotherapie und transgenerationale Aspekte. Krankheitsbilder bei Erwachsenen - Depressive Störungen - Angsterkrankungen - Dissoziative und Konversionsstörungen - Sexuelle Störungen und Verhaltensauffällligkeiten - Persönlichkeitsstörungen - Essstörungen. Therapie psychisch schwer traumatisierter Patienten - Psychoanalytische Behandlung - Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie - EMDR - Gruppenpsychotherapie - Familientherapie. Prävention - Psychosoziale Prävention - Prävention von aggressivem Verhalten bei Kindern - Präventionsprogramme und ihre Wirksamkeit - Präventive Maßnahmen in Institutionen - Sexuelle Übergriffe in Psychotherapien. Begutachtung.