Andreas Jacke

Roman Polanski - Traumatische Seelenlandschaften

Cover Roman Polanski - Traumatische Seelenlandschaften

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Buchreihe: Imago

Verlag: Psychosozial-Verlag

297 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Februar 2010

ISBN-13: 978-3-8379-2037-6, Bestell-Nr.: 2037

Roman Polanskis Filme zeigen poetische Seelenlandschaften, deren Ursprünge in persönlichen traumatischen Erfahrungen liegen: Als Kind überlebte der polnische Regisseur den Holocaust, der ihm seine Mutter nahm. Ende der 60er Jahre wurde seine hochschwangere Ehefrau Sharon Tate von der Charles-Manson-Bande ermordet. Polanskis traumatische Erlebnisse mit Antisemitismus, Gewalt und Mord spielen in seinen Filmen eine zentrale Rolle. Die künstlerische Einbeziehung dieser Erfahrungen in sein Werk ermöglichen ihm eine besondere Art der Verarbeitung und Veranschaulichung seines Seelenlebens.

Andreas Jacke hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wesentlichen Motive in Polanskis Werk vor dessen biografischem Hintergrund zu analysieren. Dabei nimmt er eine Unterteilung in drei Werkphasen vor: Auf eine surreale Periode folgen Filme, die vom Konflikt zwischen Ehe und erotischem Abenteuer handeln. Polanskis jüngste Werke schließlich zeichnen sich vor allem durch einen ethischen und politischen Anspruch aus. Interviews mit Andreas Jacke Hier können Sie ein Interview des rbb mit Andreas Jacke herunterladen. Ein weiteres Video finden Sie auf YouTube:

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Einleitung
Die traumatischen Erfahrungen und Visionen eines internationalen Filmregisseurs

Drei Grundbausteine:
Kunst, Schauspiel und Sport

Phase I
Die absurde Welt des Surrealen

Auf der Filmhochschule in Lodz:
Die stummen Kurzfilme

Das ödipale Dreieck:
Noz w wodzie (1962)

Der Riss in der Landschaft der Seele:
Repulsion (1965)

Absurdes Theater als Film:
Cul-de-sac (1966)

Das Grauen als Komödie:
Dance of the Vampires (1967)

Scary Monsters in America:
Rosemarys Baby (1968)

Ein düsterer Königsmord:
The Tragedy of Macbeth (1971)

Eine längere Auszeit:
Che? (1973)

Water and Incest:
Chinatown (1974)

Ich will keine tote Frau sein:
Le locataire (1976)

Phase II
Die Wahl zwischen dem erotischen Abenteuer und der Ehe

Das Antlitz der Romantik in einer melancholischen Welt:
Tess (1979)

Ein schwacher Abenteuerfilm über Seeräuber:
Pirates (1986)

Where is my wife?
Frantic (1988)

Ein letzter Abgesang auf den Hedonismus:
Bitter Moon (1992)

Phase III
Die Rückkehr des Politischen

Das Trauma der Folter lässt sich nicht vergessen:
Death and the Maiden (1994)

Die Hölle der Sammelleidenschaft:
The Ninth Gate (1999)

Am historischen Ursprung des Traumas:
The Pianist (2002)

Im infantilen Bann eines verschrobenen Kriminellen:
Oliver Twist (2005)

Eine geistreiche Autobiografie:
The Ghost (2010)

Coda:
Die Filmmusik

Literatur

Dokumentationen

Rezensionen

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Schnitt, Das Filmmagazin 2.2011 #62

Rezension von Michael Wedel

»Andreas Jacke legt Polanski gleichsam auf die Couch. Maßstab filmischen Gelingens ist für ihn der Grad, bis zu dem Polanski es jeweils geschafft habe, eigene Traumata auf ›verantwortungsvolle‹ Weise zu verarbeiten…« [mehr]

Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse. Freiburger literaturpsychologische Gespräche, Bd. 30 Kindheiten

Rezension von Asokan Nirmalarajah

»Andreas Jacke, der mit seinem Buch ›Marilyn Monroe und die Psychoanalyse‹ (Gießen 2005) bereits eine bedeutende Figur westlicher Populärkultur einer retrospektiven Psychofernanalyse unterzog, versucht in zwei neueren Studien zum filmischen Schaffen der international gefeierten, oft kontrovers diskutierten Regisseure Stanley Kubrick und Roman Polanski aufschlussreiche Parallelen zwischen den Künstlern und ihren Werken zu ziehen…« [mehr]

Bücherlese im Saarländischen Rundfunk vom 30. Oktober 2010

Rezension von Helga Levend

»Weil Polanskis Inszenierungen der Angst, stets den persönlichen Hintergrund biografischer Erfahrungen haben, erreichen sie auf dieser Ebene eine andere Intensität als vergleichbare Projekte…« [mehr]

www.psychoanalyse-aktuell.de

Rezension von Halina Berger

»Anlässlich der letzten Berlinale veröffentliche eine große Tageszeitung eine Aufnahme von Roman Polanski mit der Unterschrift: ›1972 - Polanski lässt es auf der Berlinale krachen‹. Das Bild zeigt einen ernst blickenden Mann mit einem Glas in der Hand…« [mehr]

WDR 5 Scala

»Es gibt wohl kaum einen Regisseur dessen Filme man so sehr als maskierte, magische Biographie ansehen kann, wie die von Roman Polanski…« [mehr]

www.radiofrei.de

Rezension von Johannes Smettan

»Ein neu erschienenes Buch von Dr. Andreas Jacke versucht mit Hilfe der Psychologie die Filme des Regisseurs zu ergründen…« [mehr]

Deutschlandradio Kultur

Rezension von Claudia Lenssen

»Andreas Jackes gut lesbare Analysen beziehen eine Fülle von autobiografischen Aussagen, Making-Ofs und Pressematerialien ein…« [mehr]