Wolfgang Berner
Perversion

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Buchreihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie
Verlag: Psychosozial-Verlag
139 Seiten, Broschur, 125 x 205 mm
Erschienen im April 2011
ISBN-13: 978-3-8379-2067-3, Bestell-Nr.: 2067
Das Studium der Perversionen eröffnete Freud tiefe Einsichten in
die Funktionsweise von Sexualität und Erotik, die für seine
Theoriebildung über die menschliche Psyche von entscheidender
Bedeutung waren. Viele dieser Einsichten haben bis heute ihre
Gültigkeit, viele wurden inzwischen ergänzt und differenziert.
Heute wird der Begriff der Perversion im Kontext der Psychiatrie
kaum mehr verwendet, sondern zunehmend durch die Bezeichnungen
»Paraphilie« oder »Störung der Sexualpräferenz« ersetzt. Dennoch
bezeichnen diese Termini keine identischen Phänomene, wie der Autor
in der Auseinandersetzung mit den Gründen der Neudefinition
anschaulich darlegt.
Ein zentrales Anliegen des Bandes ist es, zu zeigen, dass und wie
die klassische Psychoanalyse – etwa bei Fetischismus,
Exhibitionismus oder Sadismus – hilfreich sein kann. Dabei werden
die für eine Perversionstherapie notwendigen Parameter betrachtet
und auch weitere mögliche Therapieformen vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
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Inhalt
Einleitung
Klassifikationen in der Psychiatrie:
Störungen der Sexualpräferenz oder Paraphilie
Die Entwicklung des psychoanalytischen
Perversionsbegriffs
Die »Perversion« bei Sigmund
Freud
Psychoanalytische Perversionskonzepte heute
Der funktionell-dynamische Störungsbegriff
Eine integrierte psychoanalytische Perversionsdefinition
Der Trieb: Ein Grenzbegriff zwischen Psyche und
Körper
Evolutionspsychologie der Triebmuster
»Libido« und »Aggression«
Wie wirken Libido und Aggression?
Zur empirischen Absicherung psychoanalytischer Einsichten
Erscheinungsformen der
Perversion
Fetischismus
Sadomasochismus
Pädosexualität und Pädophilie
Exhibitionismus
Pornografiekonsum
Exkurs: Perversionen bei Frauen
Unterschiede in Intensität und Verlauf
Die
Rolle des »Analen Universums«
Die Rolle der Aggressivität
Die Rolle der inneren Objekte und der Objektbeziehung
Äußere Ereignisse als Auslöser
Suchtartiger und zwanghafter Verlauf
Konsequenzen für die psychotherapeutische
Arbeit
Eine »Basis-Therapie« zur »Ich-Stärkung«
Entsexualisierung der Übertragung
Das Dilemma in der Behandlung
pervers-erotischer Übertragungen
Der Ausweg aus dem Dilemma
Prinzipien einer psychoanalytischen Behandlung von Perversionen
Medikamentöse Behandlung
Schlussbemerkung
Identitätsverlust und Persönlichkeit
Literatur
Rezensionen
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Psyche 4/2013
Rezension von Udo Hock
»Wolfgang Berner hat sich also in seinem Buch mit dem schlichten Titel Perversion keine leichte Aufgabe gestellt. Er wagt darin den Balanceakt zwischen einer stärker theoretisch ausgerichteten Klärung des Begriffs über mehrere Wissensdiskurse hinweg…« [mehr]
Zeitschrift für Sexualforschung. Heft 1, März 2012. 25. Jahrgang
Rezension von Reimut Reiche
»In der vorliegenden, ebenso übersichtlich gehaltenen wie verständlich geschriebenen Monografie, geht Wolfgang Berner den ungekehrter Weg: Reduktion von Komplexität ohne Preisgabe desjengen Bestands an Wissen, der sich in den letzten 80 Jahren wirklich angesammelt hat…« [mehr]
Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik 21
Rezension von David Zimmermann
»Mit dem genannten Buch von Wolfgang Berner liegt ein nicht nur für Therapeuten, sondern durchaus auch für analytisch interessierte (Sozial-)Pädagogen lesens- und nachschlagewerter Band vor…« [mehr]
RISS, Zeitschrift für Psychoanalyse. Freud – Lacan II/2012
Rezension von Moritz Senarclens de Grancy
»Wolfgang Berner beginnt seine Monographie über Perversionen mit der Feststellung, dass sich die psychodynamischen Ansichten hierzu stark verändert haben. Erkenntnistheoretisch stelle sich daher die Frage, ob diese neuen Erkenntnisse tatsächlich einem Wissenszuwachs entsprechen oder ob sie schlichtweg die Folge eines veränderten Blicks sind…« [mehr]
www.socialnet.de
Rezension von Andreas G. Franke
»Wolfgang Berner schöpft sowohl aus seinem theoretischen Kenntnisreichtum als auch aus seinem reichen psychoanalytischen Erfahrungsschatz, um dem Leser Perversionen verständlich zu machen. Darüber hinaus leistet er dem Leser eine kurze Hilfestellung, um das Thema in einen interdisziplinären Kontext einzuordnen…« [mehr]
www.uni-online.de
Rezension von Ann-Kathrin Günter
»Das Buch ›Perversion‹ des Psychiaters, Psychoanalytikers und Sexualwissenschaftlers Wolfgang Berner erscheint als dritter Band der neuen Reihe ›Analyse der Psyche und Psychotherapie‹ 2011 im Psychosozial-Verlag, welche grundlegende Konzepte der Psychoanalyse erläutert…« [mehr]
www.uni-online.de
Rezension von Urs Jakob Schmincke
»Perversion, auch in Abgrenzung zu anderen Störungen, verständlich zu erklären, ist nicht einfach. Anhand mehrerer klarer Punkte arbeitet Berner die Grenzlinien einer wirklichen Perversion heraus und belegt dies anschaulich und leicht leserlich mit Fallbeispielen…« [mehr]
www.uni-online.de
Rezension von Anett Kunath
»Der Begriff der Perversion wird im alltäglichen Sprachgebrauch oftmals verwendet, ohne Gedanken darauf aufzuwenden, ob dieser Begriff denn nun passend war oder nicht. Wann ist eine Perversion genau diese und keine Vorliebe?…« [mehr]