Claudio Scarvaglieri

Sprache als Symptom, Sprache als Arznei. Die linguistische Erforschung von Psychotherapie (PDF-E-Book)

Psychotherapie und Sozialwissenschaft 2011, 13(1), 37-58

Cover Sprache als Symptom, Sprache als Arznei. Die linguistische Erforschung von Psychotherapie (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

22 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im Mai 2011

Bestell-Nr.: 24063

Zusammenfassung:
Der Artikel gibt einen Überblick über die linguistische Erforschung von Psychotherapie, die sich in drei Phasen vollzogen hat. Psychotherapie wurde zunächst nicht als Gegenstand sui generis, sondern allgemein als »Gespräch« in den Blick genommen. In der zweiten Phase wurde der therapeutische Diskurs als Ganzer thematisiert, spezifische Diskursstrukturen, die Therapie von anderen Formen institutionellen Handelns unterscheiden, wurden erkannt. Die dritte Phase versteht Therapie als das Ergebnis spezifischen Handelns von Therapeut und Patient. Das Handeln des Patienten wird dabei auf seine psychische Symptomatik hin befragt (›Sprache als Symptom‹), das Handeln des Therapeuten u.a. auf seine heilende Wirkung (›Sprache als Arznei‹). Die Zusammenschau zeigt, dass der therapeutische Diskurs durch die alleinige Ausrichtung auf die Belange des Patienten bestimmt wird. Diese funktionale wie formale Prägung sprachlichen Handelns in der Therapie wird als »Hörerzentrierung « benannt.

Stichworte:
Literaturüberblick, Linguistische Erforschung von Psychotherapie, Diskursstruktur, »Hörerzentrierter« Diskurs

Abstract:
Linguistic research on psychotherapy has been conducted from different analytical perspectives. Early studies emphasize the conversational nature of therapeutic sessions, contrasting them with the traditional object of linguistic research, i. e. written forms of language. A second phase conceives of psychotherapy as a specific kind of discourse and recognizes structural features that shape the therapeutic discourse. Recent investigations focus on specific actions of patient and therapist. In these studies the patient’s behaviour is frequently seen as a part of his or her symptomatology, whereas the therapist’s actions are analysed with respect to the health effects they have on the patient. The overall body of research shows, that the nature of communication in therapy sessions is such that it focuses exclusively on the patient’s needs. This study maintains, that the social purpose of psychotherapy, the patient’s healing, shapes psychotherapy on a functional as well as on a formal level. It constitutes psychotherapeutic discourse as a »hearer-centred« discourse.

Keywords:
Review of Literature, Linguistic Research on Psychotherapy, Discourse Structures, »hearer-centred« Discourse