Martina Jochem

Erinnerung und Zukunft - Aspekte des Verstehensprozesses in der Supervision (PDF-E-Book)

Freie Assoziation 2003, 6(1), 67-86

Cover Erinnerung und Zukunft - Aspekte des Verstehensprozesses in der Supervision (PDF-E-Book)

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Verlag: Psychosozial-Verlag

20 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im März 2003

Bestell-Nr.: 21002

Wie findet Verstehen im Kontext der Supervision statt und welchen Stellenwert nimmt es ein? Dazu werden verschiedene theoretische Positionen aufgezeigt und verknüpft. Mit einem tiefenhermeneutischen Zugang zum gesprochenen Text im supervisorischen Setting wird Verstehen als ein oszillierender Prozess zwischen den Polen Identifikation und Reflexion gesehen. Die dafür notwendige Empathie- und Distanzfähigkeit wird mit Bezug auf die Begriffe der »guten Mutter« und des »präödipalen Vaters« als konstituierend für den Prozess des Verstehens beschrieben. Das Unbewusste wird nicht nur als Abgewehrtes und Verdrängtes betrachtet, sondern auch als Ort des kreativen Potenzials, als Möglichkeitsraum, in dem sich Neues ereignen kann. Es wird gezeigt, dass der Rückgriff auf bekannte Theorien auch der Angstabwehr dienen kann und dadurch den Blick auf Neues trübt. Die Fähigkeit, Nicht-Wissen auszuhalten, wird als eine wertvolle Voraussetzung verstanden, die die Annäherung an Unbekanntes ermöglicht und so die Bedingungen schaffen kann, die Neues entstehen lassen.

Abstract:
In this article, Jochem investigates the process of understanding in the context of supervision as well as its level of importance, demonstrating and linking together a variety of theoretical positions. Using an in-depth hermeneutical approach to the spoken word, the author identifies understanding in the supervisory setting as a process that oscillates between identification and reflection. The necessary potential for empathy and distancing is defined through the use of the concepts of the »good mother« and the »preodipal father«. In this context, the unconscious is defined not only as that which has been rejected and repressed, but also as a source of creativity, a space for potential that offers room for the new. Thus the ability to endure not knowing is established as a valuable prerequisite for approaching the unfamiliar and creating the conditions to bring about something new.