Jan Steffens

(Inklusive) Diagnostik als dialektischer Prozess (PDF-E-Book)

Die Rehistorisierung der sozialen Entwicklungssituation

Cover (Inklusive) Diagnostik als dialektischer Prozess (PDF-E-Book)

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30 Seiten, PDF-E-Book

Erschienen im September 2022

Bestell-Nr.: 23523

DOI: https://doi.org/10.30820/0341-7301-2022-3-231
Der Beitrag befasst sich mit dem grundlegenden Problem von Diagnostik, wenn diese ihren Erkenntnisbereich auf die Ebene des Individuums einschränkt und damit bestehende Probleme getrennt von ihrem Problemzusammenhang untersucht. Die in der Folge entstehende Reduktion sozialer Relationen auf ein Individuum sowie die Verdinglichung einer Person als Ur-Sache, zeigt sich verantwortlich für problematische Tendenzen wie Defizitorientierung, Pathologisierung und Stigmatisierung, aber auch Deprofessionalisierung und pädagogischen Pessimismus. Eine Diagnostik, die sich stattdessen in den Auftrag von Inklusion stellen möchte, muss lernen ›Störungen‹ nicht im Individuum zu verorten, sondern soziale Entwicklungssituationen zu analysieren. Das dialektische Vorgehen einer Rehistorisierung, ausgehend von einer ebenfalls dialektischen Entwicklungstheorie, ist im hohen Maße dafür geeignet Verdinglichungsprozesse in der Diagnostik kritisch zu analysieren und dialektisch aufzuheben. Dafür soll die Dialektik der Rehistorisierenden Diagnostik als machtund institutionskritisches Denken in Widersprüchen und Prozessen anhand ihrer methodologischen Grundlagen skizziert und für diagnostische Prozesse mit dem Ziel einer Inklusion fruchtbar gemacht werden.

Abstract:
The article deals with the fundamental problem of diagnostics when it restricts its field of knowledge to the level of the individual and thus examines existing problems separately from their problem context. The resulting reduction of social relations to an individual as well as the reification of a person as a cause is responsible for problematic tendencies such as deficit orientation, pathologization and stigmatization, but also deprofessionalization and pedagogical pessimism. A diagnostic that instead wants to place itself in the mission of inclusion must learn not to locate ›disorders‹ in the individual, but to analyze social developmental situations. The dialectical procedure of rehistoricization, based on a likewise dialectical developmental theory, is highly suitable for critically analyzing reification processes in diagnostics and for dialectically abolishing them. For this purpose, the dialectic of rehistoricizing diagnostics as a powerand institution-critical thinking in contradictions and processes will be outlined on the basis of its methodological foundations and made fruitful for diagnostic processes with the goal of inclusion.