Peter Mattes, Ophelia Solti (Hg.)

Journal für Psychologie 1/2017: Kriegsdiskurse

25. Jahrgang, Heft 1/2017

Cover Journal für Psychologie 1/2017: Kriegsdiskurse

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Zeitschrift: Journal für Psychologie (ISSN: 2198-6959)

Verlag: Psychosozial-Verlag

259 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im April 2017

ISBN-13: 978-3-8379-8215-2, Bestell-Nr.: 8215

Kriegsdiskurse haben die Wissenschaft Psychologie zu Zeiten mehr bestimmt, als es einer um das Wohl von Menschen besorgten Disziplin angelegen sein sollte. Das betrifft bekanntermaßen die Entwicklung der Psychodiagnostik ebenso wie die der Sozialpsychologie und Einstellungsforschung sowie bestimmter Persönlichkeitskonzepte.

In dieser Ausgabe des Journals für Psychologie werden eine Reihe von neuen Untersuchungen vorgestellt, die zeigen, wie Gründerfiguren der deutschsprachigen Psychologien während des Ersten Weltkriegs bis hin zu exilierten PsychoanalytikerInnen in den USA während des Zweiten Weltkriegs sich persönlich wie institutionell dem herrschenden Zeitgeist, oft auch direkt militärischen Interessen, unterwarfen. Aus der Gegenwart wird das Engagement der APA in die Folterpraktiken von US-amerikanischen Geheimdienstinstanzen bzw. dessen nur zögerliche Aufarbeitung diskutiert sowie die Möglichkeit einer Psychologie einheimischer Dschihadanhänger erörtert. Ein Aufsatz zu einschlägigen politischen Ideologien in der BRD schließt die Ausgabe ab.

Mit Beiträgen von Dan Aalbers, Klaus-Jürgen Bruder, Almuth Bruder-Bezzel, Herbert Csef, Susanne Guski-Leinwand, Andrea Gräfin v. Hohenthal, Helmut E. Lück, Knuth Müller, Miriam Rothe, Armin Stock und Thomas Teo

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Editorial
Peter Mattes & Ophelia Solti

»Kriegspsychologisches«: Publikationen und Engagements von Psychologen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg
Susanne Guski-Leinwand

»Wer Funken sät wird Feuer ernten«
Oswald Külpe und seine Ethik des Kriegs
Armin Stock

Alfred Adler und der Erste Weltkrieg
Almuth Bruder-Bezzel

Wissenschaft im Krieg?
Der Austausch zwischen deutschen und britischen Psychologen während und nach dem Ersten Weltkrieg
Andrea Gräfin v. Hohenthal

Kinder erleben den Weltkrieg
Empirische Untersuchungen zu Beginn des Krieges
Helmut E. Lück & Miriam Rothe

»The patient is extremely pessimistic about his personal role in the war«
Als Psychoanalysen zu geheimdienstlichen Akten wurden: Franz Alexander und das Chicago Institute for Psychoanalysis während des Zweiten Weltkriegs
Knuth Müller

The American Psychological Association and the torture complex: A phenomenology of the banality and workings of bureaucracy
Dan Aalbers & Thomas Teo

Faszination Dschihad
Was junge Deutsche beim IS suchen und finden
Herbert Csef

Psychologische Kriegsvorbereitung
Klaus-Jürgen Bruder