Philipp Berg, Markus Brunner, Christine Kirchhoff, Julia König, Jan Lohl, Tom Uhlig, Sebastian Winter (Hg.)

Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 1/2018: Family Feud

21. Jahrgang, 2018, Heft 1

Cover Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 1/2018: Family Feud

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Zeitschrift: Freie Assoziation (ISSN: 1434-7849)

Verlag: Psychosozial-Verlag

144 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Juli 2018

Bestell-Nr.: 8228

Heft 1/2018 wirft einen kritischen Blick auf aktuelle Entwicklungen im Geschlechterverhältnis, die aus einer emanzipatorischen Perspektive Anlass zu großer Skepsis geben.

Im ersten Hauptbeitrag analysiert Beatrice Müller anhand des marxistisch-feministischen Konzepts der Wert-Abjektion jene Verhältnisse, die zur gesellschaftlichen Auslagerung und zur ökonomischen wie kulturellen Abwertung von Care und Care-Arbeit führen. Der Aufsatz entwickelt die These, dass die permanente und konstitutive Abwertung großer Teile von Care und Care-Arbeit eine Konstante im patriarchalen Kapitalismus als »sorge(n)freier« Gesellschaft darstellt.

Anschließend untersucht Sebastian Winter im zweiten Hauptbeitrag die konfliktreichen Transformationszwänge, denen die psychodynamische Struktur von Männlichkeit bei der Familiengründung unterliegt. Anhand einer Kritik der psychoanalytischen Väterforschung, die eine »stabile männliche Identität« positiv fokussieren, entwirft der Text eine andere Perspektive: Das (Wieder-)Verwickeltwerden in die »weibliche» Sphäre der Familie und die Atmosphäre der Kinderpflege ist eine affektive Herausforderung für den männlichen Habitus und seine libido dominandi (Bourdieu).

Die Gedanken der beiden Hauptaufsätze werden in den Kommentaren von Karin Flaake, Julian Fischer, Christopher Fritzsche, Christian Hammermann, Marian Kratz, Helga Krüger-Kirn, Sophie Phries Künstler, Robert Langnickel, Pierre-Carl Link, Maximilian Römer, Roswitha Scholz, Sarah Speck, Leila Zoe Tichy, Florian Wehrle und Martin Weimar kritisch betrachtet und weiterentwickelt.

Zudem präsentiert das Heft Diskussionsbeiträge, Stellungnahmen und analytische Überlegungen zu der NSDAP-Mitgliedschaft von Alfred Lorenzer, die von Bernard Görlich, Robert Heim, Heinz Lüdde, Julian Möhring und Michael Schüßler verfasst worden sind.