Peter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)

Roman Polanski

Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 2

Cover Roman Polanski

EUR 19,90

Dieser Titel erscheint im September 2018.

Buchreihe: Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie (ISSN: 2367-2412)

Verlag: Psychosozial-Verlag

92 Seiten, Broschur, 165 x 240 mm

Erscheint im September 2018

ISBN-13: 978-3-8379-2828-0, Bestell-Nr.: 2828

Der französisch-polnische Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Roman Polanski gilt als Meister der Inszenierung des Klaustrophobischen und der seelischen Erosion. Dass menschliche Urängste, Wahn und Verzweiflung sich als Motive durch sein filmisches Schaffen ziehen, scheint angesichts seiner jüdischen Wurzeln und der daraus resultierenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten nur logisch. Polanski selbst stellt allerdings nur seinen Oscar-prämierten Film Der Pianist (2002) als explizit autobiografisch heraus, in den er seine Kindheitserinnerungen einfließen ließ.

Trotz unübersehbarer Verbindungslinien zwischen Polanskis Biografie und seinen Filmen und dementsprechend wiederkehrender Grundthemen verweigert sich sein Werk einer klaren Einordnung. Mit jedem seiner Filme erschloss Polanski sich neues Terrain. Er erschuf mit Das Messer im Wasser (1961) ein psychologisches Kammerspiel, verstörende Psychodramen wie Ekel (1965) und Der Mieter (1976), groteske Horrorszenarien wie in Rosemaries Baby (1968), humorvolles Entertainment wie Tanz der Vampire (1967) und das autobiografisch gefärbte Holocaust-Drama Der Pianist (2002). Dieser Vielfalt der Filmografie Polanskis widmen sich die AutorInnen.

Mit Beiträgen von Peter Bär, Annegret Mahler-Bungers, Joachim F. Danckwardt, Ursula von Keitz, Gerhard Midding, Rainer Reffert und Angelika Zitzelsberger-Schlez


Inhaltsverzeichnis

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Der französisch-polnische Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Roman Polanski gilt als Meister der Inszenierung des Klaustrophobischen und der seelischen Erosion. Dass menschliche Urängste, Wahn und Verzweiflung sich als Motive durch sein filmisches Schaffen ziehen, scheint vor dem Hintergrund seiner Biografie nur logisch. Während er als Jude von einer katholischen Familie versteckt die nationalsozialistische Besatzung überlebte, wurde seine Mutter in Auschwitz ermordet. Sein Vater kehrte als gebrochener Mann aus dem KZ zurück. Und kurz nachdem sein Film Rosemary’s Baby ihn im Jahr 1968 zum Star gemacht hatte, wurde seine schwangere Frau Sharon Tate von Anhängern des Sektenführers Charles Manson ermordet. Polanski selbst stellt allerdings nur einen seiner Filme als explizit autobiografisch heraus:»Verstehen Sie doch, ich drehe Filme und in einigen finden sich sicher Elemente aus meinem Leben. Aber doch nicht absichtlich. Eine Ausnahme ist natürlich Der Pianist, dort konnte ich jede Erinnerung an meine Kindheit mit einflechten. Und vielleicht liegt in einer solchen Arbeit auch viel mehr Wirkungskraft als in einer Therapie.«

Dennoch, trotz unübersehbarer Verbindungslinien zwischen Biografie und Werk des Filmemachers Polanski und dementsprechend wiederkehrender Grundthemen verweigert sich sein Werk einer klaren Einordnung. Mit jedem seiner Filme erschloss Polanski sich neues Terrain: Nervenzehrende Thriller, verstörende Tragödien, historische Stoffe, esoterische Kammerspiele, gesellschaftskritische Satiren, erfolgreiches Entertainment – der Vielfalt des filmischen Schaffens Polanskis widmen sich die Autoren dieses Sammelbandes.

Mit Beiträgen von …