Maria Leonarda Castello

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leiden sie noch heute

Kindesmisshandlung und Rettung in Grimmschen Märchen

Cover Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leiden sie noch heute

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Buchreihe: Imago

Verlag: Psychosozial-Verlag

238 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im Februar 2008

ISBN-13: 978-3-8980-6817-8, Bestell-Nr.: 817

Was geschieht in bestimmten Augenblicken in den Grimmschen Märchen nicht? Wo wird die Verantwortung für eine Handlung weitergegeben? In »Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leiden sie noch heute« betrachtet Maria Leonarda Castello genau das, was eben nicht geschieht, was aber besser geschehen sollte. So entlarvt sie mit ihrem gleichzeitigen Blick auf Sprach- und Kulturgeschichte, worum es tatsächlich geht:
Märchen prangern Grausamkeit gegenüber Kindern an, die elterlicher Beziehungslosigkeit entspringt und die in allen Zeiten existierte. Doch Märchen zeigen auch Lösungen auf, die es ebenfalls schon immer gab. Das Buch betont dabei die starke Rolle der Kinder und ihrer Helfer – beispielhaft gezeigt an »Frau Holle«, »Das Mädchen ohne Hände«, »Der Eisenhans«, »Allerleirauh« und »Schneewittchen«.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Motto
Vorwort
Danksagung

Das Mädchen ohne Hände
Darauf legte sie beide Hände hin und ließ sie sich abhauen
Märchentext
Das Mädchen und sein Vater
Das Mädchen und seine Seele
Das Mädchen und sein König
Das Reine und das Wilde

Der Eisenhans
Ach, wilder Mann, geh nicht fort, sonst bekomme ich Schläge
Märchentext
Der König und der fremde Jäger
Der Junge und der wilde Mann
Der Jüngling und die Königstochter
Eisenhans – warum dieser Name für das Märchen?

Sneewittchen
Und weil es so schön war
Märchentext
Sneewittchen und seine Mutter
Sneewittchen und seine Stiefmutter
Sneewittchen und die Zwerge
Sneewittchen und die Liebe

Allerleirauh
Nimm keine, die nicht eben so schön ist, als ich bin
Märchentext
Das Vermächtnis der Mutter
Der Wahnsinn des Vaters
Allerleirauhs Versprechen und Verstecken
Allerleirauhs Erlösung

Frau Holle
Ich muß wieder hinauf zu den Meinigen
Märchentext
Ablehnung und Ausbeutung durch die Stiefmutter
Der Sprung hinab ins Nichts
Die Sehnsucht hinauf ins Eigene
Das Pech der rechten Tochter

Schlussgedanke
Literaturverzeichnis

Rezensionen

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Germanistik 2010 Band 51 Heft 1-2

Rezension von Laura Martin

»Das Buch behandelt 5 Grimm/'sche Märchen (Das Mädchen ohne Hände, Eisenhans, Schneewittchen, Allerleihrauh, und Frau Hohe) im Hinblick auf die Gewalt, die die Eltern ihren Kindern antun…« [mehr]

www.literaturkritik.de

Rezension von Alexandra Campana

»Die zwischen den behandelten Texten herausgearbeiteten Parallelen lassen die vorliegende Märchenlektüre zu einem in sich geschlossenen Ganzen werden, das darüber hinaus in flüssigem Stil geschrieben ist – wobei die Schwelle zum Plauderton gelegentlich übertreten wird. Die Auseinandersetzug mit bereits bestehender Forschung bleibt insgesamt knapp, was man der Autorin jedoch insofern nicht zum Vorwurf machen kann, als dass sie explizit eine persönliche Märchendeutung vorlegen wollte…« [mehr]

Neue Kirchenzeitung

»Maria Leonarda Castello hat sich auf die Suche gemacht: Sie liest Grimms Märchen in alter Sprache in der Ausgabe von 1857. Jedes Wort, jede Wendung, jedes Bild und Motiv kann dabei wichtig für die Bedeutungsgeschichte sein…« [mehr]

Heimatjahrbuch für die Stadt Worms

»Sie fand in den überlieferten Märchen unterschätzte Dokumente familiärer Kindesmisshandlung und gleichzeitig die Möglichkeiten zur Befreiung des Kindes, die heute noch gelten…« [mehr]

AOL Bücherbrief 58-2008

Rezension von Wilfried Wulfers

»Maria Leonarda Castello betrachtet genau das, was eben nicht geschieht, was aber besser geschehen sollte. So entlarvt sie mit ihrem gleichzeitigen Blick auf Sprach- und Kulturgeschichte, worum es tatsächlich geht…« [mehr]

ID 23/08; BA 7/08

Rezension von Lieselotte Jürgensen

»M.L. Castello nun sieht die Märchen als literarisches Dokument an und nimmt die erzählte Handlung ernst. – Interessante Denkanstöße für alle, die mit Kindern zu tun haben…« [mehr]

Literaturkritik.de 08/2008

Rezension von Alexandra Campana

»Castello öffnet mit ihrer Lektürearbeit eine interessante Perspektive auf ausgewählte Grimmsche Märchen, in denen sich die Wunder zeigen als das Vorhandensein von ›Möglichkeiten, die familiären Ketten von Schuld, Grausamkeit und Ungerechtigkeit zu unterbrechen‹…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Jos Schnurer

»Das Buch ist nicht nur ein ausgezeichnetes Werkzeug für Deutschstunden in den schulischen Oberstufen und Berufsschulen, in Fachhochschul- und universitären Literatur- und Pädagogikseminaren, sondern auch ein Fortbildungsinstrument für die Soziale Arbeit, lokal und regional…« [mehr]