Stephen A. Mitchell

Kann denn Liebe ewig sein?

Psychoanalytische Erkundungen über Liebe, Begehren und Beständigkeit

Cover Kann denn Liebe ewig sein?

EUR 29,90

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Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Verlag: Psychosozial-Verlag

231 Seiten, Gebunden, 148 x 210 mm

Erschienen im September 2004

ISBN-13: 978-3-8980-6349-4, Bestell-Nr.: 349

Aus dem Amerikanischen von Theo Kierdorf in Zusammenarbeit mit Hildegard Höhr

Warum fasziniert uns die romantische Liebe? Warum macht sie uns aber zugleich Angst? In seiner wegweisenden Studie über die Hauptkomponenten der romantischen Liebe – Sex, Idealisierung, Aggression, Selbstmitleid, Schuldgefühle und Bindung – haucht Stephen Mitchell unseren Träumen neues Leben ein, widmet sich aber auch den Fallstricken, denen wir in der Liebe ausgesetzt sind.
Laut gängiger Überzeugung ist die Liebe zerbrechlich und vergänglich. Mitchell hingegen behauptet, dass in langfristigen Beziehungen die Romantik nicht notwendig abnimmt. Vielmehr wird sie zunehmend gefährlicher. Nicht die Gewohnheit tötet die Liebe, sondern unsere Angst vor zu starker Abhängigkeit. Was wir als Vergänglichkeit der Liebe bezeichnen, ist in Wahrheit Risikomanagement: Indem wir Liebe und Begehren trennen, unsere Erwartungen an die Beziehung herunterschrauben und unsere Abhängigkeit vom Anderen einschränken, ersticken wir die Glut unserer Liebe.
Mit zahlreichen Beispielen aus seiner dreißigjährigen klinischen Erfahrung veranschaulicht Mitchell das ganze Spektrum romantischer Erfahrungen: vom zwanghaften Vermeiden eintöniger Beziehungen über die Idealisierung fantasierter »Seelenverwandtschaft« bis hin zur nostalgischen Erinnerung an verloren gegangene Liebesbeziehungen. Er zeigt, dass die Liebe Bestand haben kann, wenn wir uns unserer eigenen selbstdestruktiven Tendenzen und unserer tiefen Angst vor der Liebe bewusst werden.


Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Vorwort von Margaret Black, C. S. W.
Einleitung
1. Sicherheit und Abenteuer
2. Die seltsamen Schleifen der Sexualität
3. Idealisierung, Phantasie und Illusionen
4. Aggression und die Gefahr des Begehrens
5. Schuldgefühle und Selbstmitleid
6. Kontrolle und Verpflichtung in der romantischen Liebe
Anmerkungen

Rezensionen

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Zeitschrift für Sexualforschung

Rezension von Tilmann Walter

»Die Stärke des Buches liegt (...) in der Beobachtungsgabe und dem schriftstellerischen Talent, mit deren Hilfe Mitchell anschaulich machen kann, dass bewusstes Erleben tatsächlich nur die »Spitze des Eisbergs« unbewusster Motive ist und Psychoanalyse ›mitfühlende Untersuchung des individuellen menschlichen Lebens in seiner ganzen Komplexität und Intensität‹ sein kann. Die Lektüre ermöglicht so wiederholte Aha-Effekte, wenn zu Tage tritt, was zuvor knapp unter der Wahrnehmungsschwelle gelegen haben muss…« [mehr]