Günter Gödde, Sabine Stehle (Hg.)

Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie

Ein Handbuch

Cover Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie

EUR 49,90

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Buchreihe: Therapie & Beratung

Verlag: Psychosozial-Verlag

583 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm

Erschienen im November 2016

ISBN-13: 978-3-8379-2548-7, Bestell-Nr.: 2548

In der psychodynamischen Psychotherapie besteht heute ein weitgehender Konsens darüber, dass die im therapeutischen Prozess ständig erfolgende Beziehungsregulierung für das Gelingen einer therapeutischen Behandlung von entscheidender Bedeutung und Kernpunkt jeder Veränderung ist. Die AutorInnen berichten von ihren Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis und betrachten die therapeutische Beziehung unter vier thematischen Schwerpunkten: der empirischen Erforschung des Therapieprozesses, der Perspektivierung durch bedeutende Theoretiker auf diesem Gebiet, der Herausarbeitung wichtiger Dimensionen der Therapiebeziehung wie Staunen, Sehnsucht, Achtsamkeit und Verstehen sowie der Therapieerfahrungen in unterschiedlichen Konstellationen. Erkenntnisse der Säuglings-, Bindungs- und Mentalisierungsforschung erweitern und vertiefen den klassischen Blick auf das Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen.

Die im vorliegenden Buch versammelten Arbeiten leisten einen bemerkenswerten Beitrag zur Klärung der Frage, was sich in der therapeutischen Begegnung auf der expliziten und impliziten Beziehungsebene abspielt.

Mit Beiträgen von Marie-Luise Alder, Jörg Bergmann, Annekathrin Bergner, Michael B. Buchholz, Daniel Burghardt, Michael Dittmann, Gabriele Dorrer-Karliova, Florian Dreyer, Ingrid Erhardt, Esin Erman, Günter Gödde, Antje Gumz, Susanne Hörz-Sagstetter, Thorsten Jakobsen, Horst Kächele, Sascha Karminski, Wolfram Keller, Gerald Kurz, Christopher Marx, Anne Mauritz, Thomas Munder, Werner Pohlmann, Edith Püschel, Dieter Rau-Luberichs, Hans-Werner Rückert, Kai Rugenstein, Lara Scherer, Silvia Schneider, Sabine Stehle, Anja Steinmetz, Timo Storck, Peter Theiss-Abendroth, Lars Peter Thiesen, Ralf T. Vogel, Roland Voigtel, Tilman Watzel, Christian Will, Hans-Jürgen Wirth, Franziska Zillich und Jörg Zirfas

Inhaltsverzeichnis

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Vorwort

I Die »therapeutische Beziehung« als maßgeblicher Therapiefaktor
Einführung zu den Beiträgen

Die Weichenstellung zur therapeutischen Beziehung als vorrangigem Therapiefokus
Günter Gödde

Intersubjektivität als zentrales Moment der therapeutischen Beziehung
Hans-Jürgen Wirth

Psychoanalyse ist eine Wahrnehmungskunst
Michael B. Buchholz

Verstehen und Nicht-Verstehen als Elemente der therapeutischen Beziehung
Timo Storck

II Aus der Forschung: Projekte zur Mikroanalyse der therapeutischen Beziehung

Einführung zu den Beiträgen

»Manche Sätze meines Therapeuten habe ich heute noch im Kopf«
Therapieerfolg als Internalisierungsprozess der therapeutischen Beziehung
Sabine Stehle, Wolfram Keller & Thorsten Jakobsen

Die therapeutische Beziehung im Kontext von Therapieprozess und Patientenpersönlichkeit
Ingrid Erhardt

Was trägt zur therapeutischen Beziehung bei?
Ein Einzelfall aus der Psychotherapieforschung
Susanne Hörz-Sagstetter

Krisen in der therapeutischen Beziehung als Chance
Antje Gumz, Kai Rugenstein, Thomas Munder & Christopher Marx

Architekturen der Empathie
Erste Erfahrungen aus einem konversationsanalytischen Projekt
Michael B. Buchholz, Jörg Bergmann, Marie-Luise Alder, Michael M. Dittmann, Florian Dreyer, Lara Scherer, Lars Peter Thiesen, Franziska Zillich & Horst Kächele

III Dimensionen der therapeutischen Beziehung

Einführung zu den Beiträgen

Gemeinsam staunen – die Beziehungsdimension eines unbequemen Affekts
Tilman Watzel

Vom Sinn der Sehnsucht – gesellschaftliche und therapeutische Aspekte
Silvia Schneider

Achtsamkeit und gleichschwebende Aufmerksamkeit
Christian Will

Wenn der Körper »spricht«
Der bewegte Körper als neuer Königsweg in der psychodynamischen Psychotherapie
Dieter Rau-Luberichs

Klang und Bewegung in der psychodynamischen Psychotherapie
Gabriele Dorrer-Karliova

IV Anschlüsse – die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven

Einführung zu den Beiträgen

»Ohne Sympathie keine Heilung«
Ästhetische Implikationen in den technischen Schriften Sándor Ferenczis
Werner Pohlmann

Alchemie und Beziehung
Übertragung und Gegenübertragung in der Analytischen Psychologie
Ralf T. Vogel

Daniel Sterns Forschung und ihre Bedeutung für die therapeutische Beziehung
Anne Mauritz

Anerkennung als soziale Praxis
Symmetrien und Asymmetrien der Intersubjektivität
Daniel Burghardt & Jörg Zirfas

Die Wirkung von Hierarchie und Macht in der therapeutischen Beziehung
Roland Voigtel

V Beziehungserfahrungen in unterschiedlichen Therapiekonstellationen

Einführung zu den Beiträgen

Die entwicklungssensible Supervision von angehenden Psychotherapeuten – ein interaktioneller Ansatz
Annekathrin Bergner & Gerald Kurz

Ist weniger mehr? – Erfahrungen in der tiefenpsychologisch fundierten Lehrtherapie
Hans-Werner Rückert

Nur für kurze Zeit! – Beziehung in der psychologischen Beratung von Studierenden
Edith Püschel

Wenn der Therapeut am Boot wackelt
Begegnungen in zwei katathym-imaginativen Psychotherapien
Sascha Karminski

Miteinander spielen: Interkulturelle Psychotherapien mit Brasilianern aus der Perspektive Winnicotts
Peter Theiss-Abendroth

»Für mich gibt es keinen sicheren Raum!«
Zur interkulturellen Therapie im Kontext von Diskriminierung und Rassismus
Esin Erman

Autorinnen und Autoren

Rezensionen

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Psychotherapie Aktuell, 10. Jahrgang, Heft 1/2018

Rezension von Gabriele Eßing

»In dem Handbuch, hervorgegangen aus den monatlichen Treffen psychodynamischer Ausbilder, beschäftigen sich die 39 Autoren mit dem wichtigen Thema der ›therapeutischen Beziehung‹. Neben einer historischen Einordnung werden einzelne Aspekte der therapeutischen Beziehung und unterschiedliche Dimensionen des therapeutischen Prozesses beschrieben. An die Beiträge wichtiger Theoretiker wird angeknüpft sowie Erfahrungen in Bereichen wie Supervision und Ausbildung geschildert…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Hans-Peter Heekerens

»Alles spricht dafür, dass diese Ergebnisse nicht nur für das Gebiet der Psychotherapie, sondern auch für die ›Helfende Beziehung‹ in Gestalt des zeitgenössischen Social Case Work (diesseits wie jenseits von Ärmelkanal und Atlantik) Geltung haben…« [mehr]