Tilmann Moser

Lektüren eines Psychoanalytikers

Romane als Krankengeschichten

Cover Lektüren eines Psychoanalytikers

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Buchreihe: Imago

Verlag: Psychosozial-Verlag

133 Seiten, Broschur, 125 x 190 mm

Erschienen im Juli 2013

ISBN-13: 978-3-8379-2286-8, Bestell-Nr.: 2286

Der gebildete Leser liest moderne Romane, erfreut sich am literarischen Kunstwerk, genießt, leidet mit, identifiziert sich oder wendet sich mit Grausen ab. Der Psychoanalytiker liest, wenn er seine professionelle Wahrnehmung eingeschaltet hat, mit anderen Sinnen: Er erdreistet sich, seine Helden als Patienten zu erleben und zu diagnostizieren. Die in diesem Buch analysierten Texte werden somit zu »Krankengeschichten«, die ganz neue Dimensionen des Verstehens erschließen.

Tilmann Moser untersucht Romane von Wilhelm Genazino, Elfriede Jelinek, Philip Roth, Fred Uhlman, Charlotte Roche und das Stück Warten auf Godot von Samuel Beckett auf ihren tiefenpsychologischen Gehalt und stößt dabei auf Erkenntnisse, die unser Wissen über die menschliche Seele auf erstaunliche Weise bereichern.

Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Pubertätswirren und politische Katastrophe
Zu Fred Uhlman Der Wiedergefundene Freund

Tödliche Leere und schmerzliche Einsamkeit
Über zwei Romane von Wilhelm Genazino

Seelische Bodenlosigkeit
Zu Samuel Becketts Theaterstück Warten auf Godot

»Vieles an der Liebe ist absurd«
Über Philip Roths Empörung

Lebensunwertes Leben – oder: Das Scheitern der Liebe
Über Elfriede Jelineks Roman Die Klavierspielerin

Hämorrhoidenprinzessin und Bordellkönigin
Zu Charlotte Roches Feuchtgebiete und Schoßgebete

Rezensionen

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Eppendorfer Zeitung für Psychiatrie 30. Jahrgang, Ausgabe 02/2015

Rezension von Verena Liebers

»Wer die besprochenen Texte kennt, kann durch Mosers Analysen die Vorstellung von den Romanhelden vertiefen…« [mehr]

Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Bd. 34, 2015

Rezension von Edda Uhlmann

»Die hier vorgelegten »Lektüren« enthalten tiefenpsychologische Interpretationen zu Werken von sechs verschiedenen Autoren, darunter vier Romane, eine Erzählung und ein Theaterstück. In der Einleitung stellt Moser sein Vorgehen und seine Absichten vor…« [mehr]

Psyche, 68. Jahrgang, Heft 12, Dezember 2014

Rezension von Jennifer Steuer

»Insgesamt ist es bemerkenswert, wie der Autor komplexe Zusammenhänge in einer klar verständlichen Sprache zu vermitteln weiß. So seinen die ›Krankengeschichten‹ nicht nur PsychoanalytikerInnen und PsychotherapeutInnen, sondern vor allem auch jedem Literaturliebhaber empfohlen…« [mehr]

Psychologie heute März 2014 41. Jahrgang Heft 3

Rezension von Gerhard Bliersbach

»Moser liest die Prosatexte gewissermaßen gegen den Strich auf die katastrophalen Lebensgeschichten der Protagonisten durch – fast alle von ihnen, bilanziert er, ›haben Traumatisierungen in frühester Kindheit‹…« [mehr]

SRF-Sendung »Kontext. Die seelischen Leiden der Romanhelden«

Rezension von Angelika Schett

»Der Analytiker profitiert bei der Lektüre von Romanen gleich zweimal, schreibt der Psychoanalytiker Tilmann Moser: einmal als Literaturliebhaber, aber auch als Tiefenpsychologe, der die Geschichten liest, als wären sie Patienten. Diese Erkenntnisse bringen Nutzen für seine wirklichen Patienten…« [mehr]

Gießener Anzeiger vom 12. September 2013

Rezension von Stephan Scholz

»Kurz, ein hellsichtiges Buch, das literarische Texte als letztlich sozialkritische Gegenbilder zu verbreiteten Happiness-Rezepten begreift und die Glücksdebatte damit zurück auf den Boden der Tatsachen holt…« [mehr]

www.socialnet.de

Rezension von Klaus Fröhlich-Gildhoff

»Tilmann Moser greift mit seinem 120 Seiten umfassenden Buch eine Tradition der Psychoanalyse als Kulturwissenschaft auf: Die Psychoanalyse beschränkt sich nicht nur auf das Verstehen und Behandeln von PatientInnen mit psychischen Störungen, sondern sie versucht auch gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und zu erklären…« [mehr]