Die transformierende Kraft der Kunst
In einer Verbindung von Rezeptionsanalyse und post-kleinianischen Interpretationen der Symbolisierungsfunktion würdigt Doreen Röseler die kritische, solidarische und dialektische Kraft von Kunst. Sie beleuchtet psychoanalytische Zugänge der Objektbeziehungstheorie verknüpft mit Dynamiken zeitgeschichtlicher, politischer und gesellschaftlicher Prozesse. [ mehr ]
Das Unbewusste in der Praxis
Prominente Praktiker*innen beschreiben die bedeutsamen und wirkmächtigen Einflüsse des Unbewussten in ihren Praxisfeldern. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei sowohl bestimmten Krankheitsbildern wie Depression, Sucht und Psychose, aber auch gesellschaftlichen und politischen Konfliktbereichen gewidmet. Die Betrachtung der Einflüsse des Unbewussten auf Kunst, Literatur und Lebenskunst runden den Band ab. [ mehr ]
Das Unbewusste in aktuellen Diskursen
In interdisziplinären Beiträgen wird in die weit verzweigte Thematik des Unbewussten als ein verknüpfendes Konzept zwischen den Wissenschaften eingeführt. Entwicklungspsychologische Konzeptionen aus der Pränatal-, Säuglings-, Bindungs- bis hin zur Altersforschung erlauben ebenso neue Anschlüsse an das Konzept des Unbewussten wie die Verbindungen, die sich zwischen den verschiedenen Sozial- und Naturwissenschaften herausgebildet haben. [ mehr ]
Macht und Dynamik des Unbewussten
Namhafte Autor*innen gehen den Wurzeln des Unbewussten in der – auch außereuropäischen – Philosophie, Medizin und Psychologie nach, beschreiben die Entwicklungen des Begriffs durch und nach Freud und belegen, wie sehr das Unbewusste in den Nachbarwissenschaften und längst in der empirischen Psychotherapieforschung als selbstverständlich angenommen wird. [ mehr ]
Psychosoziale Beratung in der Pränatalen Medizin
Eine qualifizierte psychosoziale Beratung von werdenden Müttern ist in der Pränatalen Medizin von essenzieller Bedeutung. Cornelia und Konrad Weller zeigen anhand konkreter Falldarstellungen, wie eine psychologische Begleitung bei unterschiedlichen Diagnosen und Beratungskonstellationen, Krisenverläufen und Entscheidungskonflikten aussehen kann und wie in der Beratung am besten mit Krisen, Konflikten und Trauer umgegangen wird.
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Der Bildschirm als Spiegel
Videokommunikation ist als Bestandteil professioneller Interaktion etabliert, wird meist jedoch rein als technische Kommunikationsform verstanden. Eine psychodynamische Perspektive darauf zeigt hingegen, dass Videotechnologie weit über ihre funktionale Ebene hinaus wirkt und intensive Affekte auslösen kann. Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Sie versteht Videokommunikation als unbewusste Verdichtung von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug. [ mehr ]
Psychose
Psychotische Störungen greifen tief in den Lebensalltag der Betroffenen ein und belasten ihre Beziehung zu sich selbst und zu anderen. In der vorliegenden Einführung werden die entscheidenden psychoanalytischen Psychosekonzepte vorgestellt und Konsequenzen für die therapeutische Haltung herausgearbeitet. Zahlreiche klinische Beispiele veranschaulichen und vertiefen die Konzepte. [ mehr ]
Selbstfürsorge in der Lehre
Lehren ist anspruchsvoll: fachlich, didaktisch, emotional – und oft auch organisatorisch. Selbstfürsorge in der Lehre zeigt, warum Selbstfürsorge kein »Extra« nebenbei ist, sondern Teil professioneller Haltung und Praxis: als Beitrag zur eigenen Gesundheit, zur Qualitätssicherung und dazu, dass Lehre langfristig Freude macht. Auf Basis gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse erläutert die Autorin verständlich die Grundlagen der Selbstfürsorge im Lehrkontext und übersetzt sie in konkrete, alltagstaugliche Schritte. [ mehr ]
Resilienz stärken, Integration erleichtern
Eine präventive psychosoziale Begleitung ist für Geflüchtete essenziell, um sich an die neuen Lebensumstände in der Aufnahmesituation anzupassen. Die Beiträger*innen analysieren den Einfluss einer frühzeitigen präventiven psychosozialen Betreuung in der Ankunftsphase nach der Flucht. Sie zeigen konkrete praktische Maßnahmen einer fluchtspezifischen Begleitung auf und leiten politische Handlungsempfehlungen ab. [ mehr ]
Psychoanalytische Schulen im Gespräch über Strukturtheorie, Ichpsychologie und moderne Konflikttheorie
Welche Theorien und Methoden der psychoanalytischen Behandlungstechnik sind heute noch maßgeblich? Worin unterscheiden sich klassische Psychoanalyse, moderne ichpsychologische Konflikttheorie, Objektbeziehungstheorien, Selbstpsychologie und relationale Psychoanalyse? Mit dem Blick auf Konzept, klinische Praxis und interdisziplinäre Anwendung werden wichtige Ansätze in lebendiger Weise erfahrbar. [ mehr ]
Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung
Das dreibändige Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung erschließt die menschliche Entwicklung aus psychoanalytischer und interdisziplinärer Perspektive – von den grundlegenden Modellen bis zur praktischen Arbeit in unterschiedlichen Lebensphasen. Band 1 bündelt Geschichte, Paradigmen und zentrale Konzepte (u.a. unbewusste Prozesse, Bindung und Beziehung, Struktur und Konflikt, Mentalisierung, Trauma und Resilienz). [ mehr ]
Praxis des Sexocorporel
Sexocorporel ist ein verbreiteter Ansatz der Sexualberatung und -therapie und bietet zugleich vielfältige Anwendungen in der Sexuellen Bildung. Nach dem Einführungsband Grundlagen des Sexocorporel steht im nun vorliegenden Band die Praxis im Fokus. Die Autor*innen, darunter zahlreiche Praktiker*innen, zeigen, wie der körperorientierte Ansatz in der Sexualberatung und Sexuellen Bildung eingesetzt werden kann. [ mehr ]
Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse
Zu behaupten, dass der Mensch ursprünglich um den anderen »kreist« und dass er sich von Kindheit an von einer radikalen Andersheit ausbildet, ist eine Revolution, die es fortzusetzen gilt – von Freud aus und über ihn hinaus. Die in diesem Band enthaltenen Texte von Jean Laplanche aus den Jahren 1967 bis 1992 zeigen, dass der Gegensatz zwischen einer »kopernikanischen« Tendenz, die den Menschen sich selbst gegenüber dezentriert, und einer »ptolemäischen« Tendenz, die ihn unaufhörlich auf sein Ich rezentriert, in der Psychoanalyse und auch im Denken Freuds gegenwärtig bleibt. [ mehr ]
Die Entdeckung der Mutterliebe
Deborah Blum schildert das Leben des exzentrischen und umstrittenen Wissenschaftlers Harry Harlow, der mit seinen legendären, jedoch grausamen Affenexperimenten die Kraft der Mutterliebe bewies und so den Grundstein für die Bindungsforschung legte. [ mehr ]
Wilhelm Reich
Wilhelm Reich (1897–1957) war einer der originellsten Denker des 20. Jahrhunderts. David Boadella beschreibt Reichs abenteuerliches und tragisches Leben und erschließt sein bedeutendes Werk.
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Unbewusstes
Günter Gödde und Michael Buchholz zeichnen die Entwicklung des Begriffs des »Unbewussten« nach und unterscheiden dabei zwischen einem vertikalen Unbewussten, das sich aus der Dynamik von Verdrängung und Abwehr entwickelt, und einem horizontalen Unbewussten, das den vielfachen Resonanzen in der Behandlungssituation Rechnung trägt. [ mehr ]
Das Ringen um Teilhabe
In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. [ mehr ]
Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen
Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]
Irrationalitäten und Widersprüche
Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]
Volkskrankheit Einsamkeit?
Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler wenden sich gegen dramatisierende Vereinnahmungen von Einsamkeit. Mit dem kritischen Blick sozialempirischer Forschung loten sie das Phänomen im Spannungsfeld von Zivilgesellschaft, Familie und Staat aus und sprechen sich für ein humanistisches Ernstnehmen dieses Daseinsthemas aus. [ mehr ]
Geschlecht als gelebte Erfahrung
Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. [ mehr ]
Zwang
Annabelle Starck und Heinz Weiß untersuchen die psychoanalytischen Konzeptionen des Zwangs und zeigen anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie sich aktuelle Zwangsmanifestationen im Perfektionismus, im Gebrauch sozialer Medien sowie im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungen widerspiegeln. Das Buch bietet so eine fundierte Grundlage für die psychotherapeutische Arbeit mit Zwangserkrankungen. [ mehr ]
Zeugnisse einer Freundschaft
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]
Wie sexuelle Bildung Heteronormativität reproduziert
Sexuelle Bildung an Schulen hat den Anspruch, Vielfalt und Akzeptanz zu fördern; paradoxerweise führen die oberflächlichen Diversitätsbestrebungen aber zu einer Reproduktion und Verfestigung heteronormativer Geschlechter- und Sexualitätsnormen. Die Autorin hebt hervor, wie sich besonders in Othering-Konstruktionen rassistische, klassistische und ableistische Zuschreibungen manifestieren. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik
Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Trauma
Während eine psychoanalytische Therapie »komplex« traumatisierter Patient*innen die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel bedient, erfordern akute Extremtraumatisierungen ein verhaltensmodifizierendes Vorgehen. Mathias Hirsch zeigt, wie ein sensibler Umgang mit Traumatisierung in der Therapie gelingt. [ mehr ]
Sozialwissenschaftlich fundierte Beratung in Pädagogik, Supervision und Sozialer Arbeit
Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell vor. Ihr Zugang stellt gesellschaftliche und sozialwissenschaftliche Aspekte der Beratung in den Mittelpunkt, um sich von der klinischen Fixierung zu lösen. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Intuition und Kreativität in Pädagogik und Sozialer Arbeit
Die Aufgabenfelder von Pädagogik und Sozialer Arbeit erfordern oftmals, sich in schneller Folge in wechselnden Situationen zu Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu verhalten. Wohlabgewogene und gezielt gesteuerte Reaktionen sind im unübersichtlichen Alltag oftmals schwer möglich. Die Autor*innen untersuchen, wie wichtig Erfahrung, Kreativität und Intuition für professionelles Handeln sind. [ mehr ]
Elterliche Botschaften
Welchen Einfluss übt das elterliche Verhalten auf die Entwicklung des Kindes aus? Welche Auswirkungen haben elterliche Botschaften? Im kritisch-interdisziplinären Diskurs ausgehend von Psychoanalyse und Psychotherapie werden im vorliegenden Band verschiedene Betrachtungsebenen ausgelotet. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Einsamkeit
Das Thema Einsamkeit ist allgegenwärtig und vieldimensional: Zwischen gefahrvoller Bodenlosigkeit und produktiver Weiterentwicklung ermöglicht das Nachdenken über Einsamkeit wichtige Impulse für eine interdisziplinäre Diskussion. [ mehr ]
Wenn die Säuglingsbeobachtung endet
Im Jahrbuch für teilnehmende Säuglings- und Kleinkindbeobachtung 2026 beleuchten die Autor*innen einen oft unterschätzten Moment: das Ende der Beobachtungsbeziehung. Was geschieht, wenn die intensive Zeit der Begleitung endet? Wie beeinflusst der Abschied die psychische Reifung des Kindes? Welche Resonanzen löst er bei den Eltern und Fachkräften aus? [ mehr ]
Zeitgeschehen und Zeiterleben
In Erinnerung an Dana Birksted-Breen, die das International Journal of Psychoanalysis über Jahre geprägt hat, bilden zwei Texte aus einem ihr gewidmeten Symposium den Auftakt des Bandes. Besonders Birksted-Breens Beschäftigung mit der Zeit hat vielfältige aktuelle Denkweisen und Arbeiten inspiriert. Die versammelten Texte zeigen, wie innig Psychoanalyse mit der Zeit verbunden ist, sei es in der klinischen Praxis, in Anbetracht der begrenzten Zeit, die wir leben, wie wir das aktuelle Zeitgeschehen zu verstehen suchen oder in der Betrachtung künstlerischer Arbeiten über die Zeit. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
Praxis der Verhaltenstherapie
Serge K.D. Sulz legt mit diesem Buch einen umfassenden und systematischen Leitfaden vor, der ab der ersten Therapiestunde dabei hilft, eine für die Patient*innen passende Vorgehensweise zu wählen. Für die ersten Jahre des psychotherapeutischen Berufs bietet dieses Buch alle notwendigen Handlungsanweisungen und ist somit der ideale Begleiter, um sich in die kognitiv-behaviorale Therapie einzuarbeiten. [ mehr ]
Vertrauen auf den Kern der Menschlichkeit
Die hier versammelten Interviews bieten Einblicke in die Lebenswelt und das Schaffen Albert Pessos, in seine teilweise bedrückende Kindheit und Jugend, in seine Entwicklung als Tänzer, Choreograf und Psychotherapeut und nicht zuletzt in seine Methodenbildung, die zur Konzeption des Pesso-Boyden-System-Psychomotor-Verfahrens (PBSP) führte. Sie lassen den Menschen und Therapeuten Pesso durch seine eigenen Worte erlebbar werden. [ mehr ]
Sich vor unsäglichen Gefühlen schützen
Roland Voigtel versteht Sucht als ein unbewusstes Abwehrsystem gegen das Erleben unerträglicher Gefühle, die von den Betroffenen nur schwer in Worte gefasst werden können. Simon Scharfs Fragen fokussieren insbesondere die emotionale Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in, führen Voigtel aber auch zu vertiefenden Überlegungen zum politischen Potenzial seines Suchtkonzepts sowie zum Selbstverständnis der aktuellen Psychoanalyse und ihrer geringen gesellschaftlichen Einmischungslust. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Psychoanalytisch fundierte Traumapädagogik
Birgit Bucher diskutiert gleichermaßen wissenschaftstheoretisch wie anwendungsbezogen, inwiefern die in der traumapädagogischen Praxis als zentral geltenden Konzepte durch eine explizit psychoanalytische bzw. psychoanalytisch-pädagogische Fundierung an Gehalt und Tiefendimension gewinnen können. Praxisnah und anhand von Fallbeispielen skizziert die Autorin den Nutzen der Integration psychoanalytisch-pädagogischer Wissensbestände in die traumapädagogische Aus- und Weiterbildung. [ mehr ]
Mit Gruppen arbeiten
Schenkt man den vielschichtigen Dimensionen von Gruppenprozessen genügend Aufmerksamkeit, kann das Gruppengeschehen verstehbarer werden und Gruppenleitungen wie Teilnehmende werden handlungsfähiger. Die Autor*innen beleuchten theoretische und handlungsbezogene Aspekte sozialer Gruppenarbeit in verschiedenen Feldern von Pädagogik und Sozialer Arbeit. Sie befassen sich mit der dynamischen Qualität und dem Eigenleben von Gruppen sowie mit der Frage, wie diese für die Arbeit mit ihnen fruchtbar gemacht werden können. [ mehr ]
Dynamiken rechter Radikalisierung
Die Beiträger*innen dieses inter- und transdisziplinären Sammelbands widmen sich der Frage, wie sich rechtsextreme Ideologien und Gewaltformen ideengeschichtlich, diskursiv und sozial manifestieren, verflechten, wandeln und konsolidieren. Dabei bieten sie praxisrelevante Erkenntnisse für Forschung, Bildung und Beratung. [ mehr ]
Schweigen bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche, die infolge eines seelischen Rückzugs aufhören zu sprechen, treten nur schwer mit anderen in Interaktion. Die Autor*innen legen in ihrer therapeutischen Tätigkeit daher ein besonderes Augenmerk auf die empathische Beobachtung. Sie geben Einblicke in therapeutische Herausforderungen bei der Arbeit mit Babys und Kleinkindern sowie mit älteren Kindern und Jugendlichen und vermitteln dabei familientherapeutische Ansätze sowie den Einsatz von Kreativtechniken. [ mehr ]
Affekte und Emotionen in sozialen Konflikten
Soziale Konflikte sind unvermeidbar und gehören zu unserem alltäglichen Zusammenleben. Sie sind integraler Bestandteil der Entwicklung unserer persönlichen Identität wie auch demokratischer Aushandlungsprozesse. Sie können konstruktiv oder destruktiv sein, offen ausgetragen oder unterdrückt werden. Konflikte zu verstehen, zu erklären und bestenfalls zu lösen, beschäftigt die Autor*innen aus Wissenschaft wie Praxis: vom lokalen Nachbarschaftsstreit über Auseinandersetzungen um Moscheebauten in Deutschland bis zu Umsiedlungsprojekten in Marokko. Im Fokus steht stets die Bedeutung starker Affekte und Emotionen in Konfliktdynamiken. [ mehr ]
Gruppenpsychotherapie
S.H. Foulkes und E.J. Anthony erläutern die Theorie der psychoanalytischen Gruppentherapie und illustrieren sie anschaulich anhand eines reichhaltigen Fallmaterials. Nun liegt dieser Meilenstein der gruppenanalytischen Literatur, eine der fundiertesten und konsistentesten Darstellungen der gruppenanalytischen Psychotherapie, erstmals in deutscher Übersetzung vor. [ mehr ]